Google (Facebook, Twitter, etc) und die Sache mit dem Datenschutz

Heute hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte eine Möglichkeit bekannt gegeben, Google Analytics datenschutzkonform verwenden zu können. Diese beruht grob gesagt darauf, dass die letzten Ziffern der IP-Adresse nicht von Google Analytics erfasst werden und somit eine Rückverfolgung zum Besucher mit der IP-Adresse nicht möglich ist, die Daten werden also anonymisiert. Das genaue Vorgehen kann hier und hier nachgelesen werden.

 

Allerdings hält Anwalt Thomas Stadler die Anweisungen des Hamburger Datenschutzbeauftragten für teilweise widersprüchlich.

 

Auch diese Website nutzt Google Analytics. Dazu habe ich mich aus dem einfachen Grund entschieden, dass es mich interessiert, wie viele Besucher meine Website erhält, und welche Beiträge mehr und welche weniger besucht werden. Dabei ist es mir eigentlich recht egal, welchen Browser meine Besucher nutzen oder aus welchem Ort sie diese Website aufrufen. Aber auch diese Daten werden durch Google Analytics erfasst und bereit gestellt.

 

Diese Anweisung betreffen in erster Linie die Website-Betreiber, Website-Besucher bleiben davon erst einmal unbetroffen. Die neuen Richtlinien gelten allerdings auch nur für Websites, die ihren Sitz in Deutschland haben. Websites im Ausland können also weiterhin speichern, wie sie wollen (es sei denn, in dem entsprechenden Land gibt es ähnliche Vorschriften.)

 

Es gibt aber auch die Möglichkeit als Besucher einer Website Google Analytics mitzuteilen, dass man keine Datenerfassung erwünscht. Dazu braucht man nur dieses Add-on von Google im Browser zu installieren. Dies teilt dann den Google-Servern mit, dass die Daten nicht gespeichert werden sollen. Dies ist natürlich keine ideale Lösung, da der Internet-Nutzer erst von sich aktiv werden muss, der Erfassung der Daten also widersprechen muss, anstatt im Voraus um Erlaubnis gefragt zu werden. Man kann nur hoffen, dass die Browser-Entwickler irgendwann diese Anti-Tracking-Tools standardmäßig im Browser einbauen und diese auch standardmäßig aktivieren.

 

Aber nicht nur Google zeichnet so Zugriffe auf Websites auf. Auch Facebook und andere Social-Media Dienste erfassen Daten von Besuchern. So erhält z.B. Facebook Daten, sobald auf einer Website der „Gefällt mir“ Button eingebunden wurde. Dabei ist es Facebook egal, ob der Button gedrückt wurde oder ob der Besucher bei Facebook registriert ist oder nicht. Sobald eine Website mit einem „Gefällt mir“ Button aufgerufen wird, werden Daten an Facebook übermittelt. Dies betrifft meines Wissens nach aber nicht nur den „Gefällt mir“ Button, auch Buttons von Google+, Twitter und anderen Diensten sollen Daten übertragen, ohne dass man sie angeklickt hat.

 

Aber auch hierfür gibt es wiederum Add-ons, die diese Datenübertragung verhindern sollen. Für Firefox gibt es z.B. das Add-on ShareMeNot sorgt dafür, dass eine Datenübertragung auch wirklich nur dann stattfindet, wenn man auf den Button klickt.

 

 

 

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