Bastelstunde: Mirror’s Edge mit PhysiX auf neueren Nvidia Grafikkarten

Am Sonntag bot Steam Mirror’s Edge für nur 2,50€ an, ein Preis, bei dem man einfach zuschlagen muss. Mirror’s Edge stammt aus dem Jahre 2009. Es sollte also problemlos auf einer GTS 450 mit GB Videospeicher laufen. Es sollte. Nach einem 21 stündigen Download (mit DSL 1000 brauchen 7,4 GB nun mal etwas) startete ich also Mirror’s Edge. Dumm nur, dass es bereits im 2. Level unheimlich anfing zu Ruckeln, nachdem die Wächter das Feuer auf mich eröffnet hatten. Das ganze hatte mehr etwas von einer Diaschau als von flüssigem Gameplay. Eine Google-Suche offenbarte dann irgendwann das Problem: PhysiX, das Physikprogramm von Nvidia läuft nicht richtig. Dass heißt, es läuft schon, jedoch über die CPU und nicht über die Grafikkarte, was das Spiel unheimlich verlangsamt. PhysiX wurde so entwickelt, dass seine Rechenaufgaben auch von der CPU übernommen werden kann, seine wahre Stärke zeigt es aber, wenn es von einer unterstützenden Nvidia-Grafikkarte berechnet wird. Der CPU-Mode ist für PCs gedacht, deren Grafikkarte PhysiX nicht unterstützen. Die in meinem PC verbaute GTS 450 ist aber noch recht neu und unterstützt die Nutzung von PhysiX. Warum also Ruckelt es so, sobald die Physikeffekte gefragt sind.

 

Weitere Google-Suchen ergaben: Der Entwickler hat geschlampt. Mirror’s Edge liefert selbst Treiber für PhysiX mit. Das Problem ist jedoch, dass das Spiel unbedingt diese Treiber verwenden möchte, die Treiber aber, die mit dem Spiel aus 2009 stammen, zu alt für die neueren Grafikkarten von Nvidia sind.

 

Zum Glück gibt es aber für dieses Problem eine recht simple Lösung. Alles, was man machen muss, ist in den Installationsordner von Mirror’s Edge zu gehen, darin den Ordner „Binaries Ordner“ zu öffnen und die Dateien „PhysXCore.dll“ und „PhysXDevice.dll“ zu entfernen. Danach nutzt das Spiel die PhysiX Treiber, die man mit seiner Grafikkarte zusammen installiert hat.

 

Es wäre wohl zu viel verlangt gewesen, dass EA bzw. DICE bedacht hätten, dass folgende Grafikkarten von Nvidia den alten, mitgelieferten PhysiX Treiber nicht unterstützen könnten. Da aber die Problematik sicherlich nicht erst sein heute bekannt ist, hätte man dieses Problem auch sicherlich leicht durch einen Patch beheben können. Da Mirror’s Edge finanziell aber nicht sehr erfolgreich war und inzwischen im Einzelhandel auch nur noch 10€ kostet, hat man einen Patch wohl als unwirtschaftlich abgetan und den Support eingestellt. Bleibt einem als Kunde also nicht anderes übrig, als dass Problem zu googlen und selbst zu beheben.

 

 

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